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AKTUELLE MELDUNGEN

Dt. Astronaut auf ISS

Der deutsche ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst (KF5ONO) ist am 6. Juni 2018 an Bord einer russischen Sojus-Rakete zum zweiten Mal zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet, wo er 6 Monate verbringen wird. Afug-Info.de w├╝nscht gutes Gelingen der Mission "Horizons". Die schulischen Funkkontakte von Gersts erstem und zweitem Aufenthalt auf der ISS k├Ânnen hier nachgeh├Ârt werden.


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Amateurfunksatelliten - Satellitenfunk

Wie in so vielen Bereichen waren Funkamateure auch im Satellitenbereich Pioniere. Bereits am 12. Dezember 1961 startete der erste Amateurfunksatellit, bekannt als OSCAR 1 (internationale Bezeichnung ÔÇ×1961-034BÔÇť, Norad-Nummer 214) in den Weltraum.

Eine herausragende Leistung, wenn man bedenkt, dass an OSCAR 1 nur eine kleine Gruppe Funkamateure arbeitete, lediglich vier Jahre zuvor im Jahr 1957 mit Sputnik der allererste Satellit gestartet wurde und erst am 12. April 1961 mit Juri Gagarin der erste Mensch in den Weltraum flog.

Seither tragen Amateurfunksatelliten die Bezeichnung "OSCAR" (gefolgt von einer Nummer). OSCAR ist ein Akronym und steht f├╝r "Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio", was ├╝bersetzt so viel bedeutet wie "in einer Umlaufbahn sich befindlicher Satellit mit Amateurfunkausr├╝stung an Bord".

Tats├Ąchlich reichen die Ambitionen aber weit ├╝ber eine niedrige Erdumlaufbahn hinaus: Derzeit verfolgen Funkamateure ein Projekt, mit dem ein Amateurfunksatellit zu unserem Nachbarplaneten Mars geschickt werden soll.

Zumeist werden solche Projekte durch AMSAT realisiert. AMSAT (kurz f├╝r "Radio Amateur Satellite Corporation", dt. Amateurfunksatellitenkorporation) ist eine Vereinigung von Funkamateuren, die 1969 gegr├╝ndet wurde und die sich die F├Ârderung der Weltraumkommunikation zum Ziel gesetzt hat. Zwischenzeitlich gibt es in verschiedenen L├Ąndern AMSAT-Vereinigungen, z.B. AMSAT-DE, AMSAT-NL usw.

Kleinstsatelliten - CubeSats

Neben den OSCAR-Satelliten, gibt es noch eine weitere, kosteng├╝nstige M├Âglichkeiten, Amateurfunkausr├╝stung im All zu betreiben: Nano- oder Kleinstsatelliten - CubeSats.

Der Begriff "CubeSat" setzt sich aus dem englischen Wort f├╝r "W├╝rfel" (Cube) und der Abk├╝rzung f├╝r Satellite (Sat) zusammen.

CubeSats gibt es in verschiedenen Gr├Â├čen (LxBxH):

1U Cubesat: 10 x 10 x 10 cm
2U CubeSat: 20 x 10 x 10 cm
3U CubeSat: 30 x 10 x 10 cm
6U CubeSat: 60 x 10 x 10 cm

H├Âhe und Breite sind immer je 10 cm, nur die L├Ąnge der CubeSats variiert; somit k├Ânnen alle mit dem POD-System (Picosatellite Orbital Deployer) in eine Umlaufbahn ausgesetzt werden; pro "U" sind max. 1,33 kg Gewicht m├Âglich.

├ťblicherweise werden solche Nanosatelliten als sekund├Ąre Nutzlast bei kommerziellen Weltraumfl├╝gen in eine Erdumlaufbahn bef├Ârdert. Neben Amateurfunk-Organisationen sind diese Mini-Satelliten insbesondere f├╝r Universit├Ąten eine attraktive M├Âglichkeit einen g├╝nstigen Satelliten in eine Umlaufbahn zu bringen.

Die Lebensdauer ist unterschiedlich und h├Ąngt davon ab, ob der CubeSat ausschlie├člich batteriebetrieben ist (Lebensdauer mehrere Wochen) oder zudem mit Solarzellen ausgestattet ist (Lebensdauer mehrere Monate).

Pro Jahr finden mehrere Starts mit CubeSats an Bord statt. H├Ąufig werden diese von Universit├Ąten und Schulen gebaut, haben aber meist Amateurfunkausr├╝stung an Bord. Der Satellitenfunk bleibt immer wieder auf┬┤s Neue spannend.



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